Patientenquittung
19.1 Allgemeines
Die Einführung einer Patientenquittung wurde im Rahmen des GMG (Gesundheitsmodernisierungsgesetz) durch die Änderung des § 305 (2) SGB V zum 01.01.2004 durch den Gesetzgeber beschlossen.
Die Vertragsärzte sind damit verpflichtet, Patientenquittungen auf Wunsch des Patienten zu erstellen.
Im Sinne einer bundeseinheitlichen Lösung bietet die KBV eine „Patientenquittungs-Stammdatei“ (SDPQ) an, welche in das-Praxissystem integriert wurde.
Da es in dieser Datei einige Besonderheiten und generell einige Sondervorschriften zur Patientenquittung gibt, möchten wir diese dachfolgend kurz erläutern:
1. KV-spezifische Gebührennummern
Die für die Praxis notwendigen KV-spezifischen Gebührennummern können zum Teil unvollständig sein.
2. Leistungsaufstellung
Auf der Patientenquittung werden die Leistungen aufgeführt, die der Arzt für die eigene Abrechnung ansetzt.
Es werden nur die Leistungen auf der Patientenquittung ausgedruckt, die in der SDPQ enthalten sind (bis auf die KV-spezifischen Gebührennummern).
Auftragsleistungen werden nicht berücksichtigt
19.2 Voreinstellungen
19.2.1 Patientenquittungstexte
Die Texte für die Erstellung der Patientenquittung sind in der Datenlieferung der GO-Stammdatei der KBV enthalten und wurden in CGM M1 PRO entsprechend eingelesen.
Aufrufen können Sie diese über „Praxisdaten“ ➔ “ Praxiskonfiguration“ ➔ “ EBM Ziffern 2008/2009“
Hier tragen Sie bei „Ziffernbezeichnung“ bitte die gewünschte Ziffer ein und suchen diese über
( <F5> ).
Über den Abtauchknopf „Patientenquittung“
öffnet sich der Quittungstext der Ziffer:
Den vorgegebenen Text können Sie nicht manuell ändern.
19.2.2 Weitere Voreinstellungen
Rufen Sie bitte über die Maske „Büro“ und den Menüpunkt „Rückrufliste/Mahnliste“ die Liste „Patientenquittung“ auf den Bildschirm.
Beim ersten Aufruf wird die Maske für die Voreinstellungen sofort aufgerufen.
Die arztgruppenspezifischen Gebührennummern 1M (Punktwert Ziffer 1 für Mitglieder und Familienversicherte), 1R (Punktwert Ziffer 1 für Rentner), 1N (Punktwert Ziffer 1 im Notfalldienst) sind in der Patientenquittungs-Stammdatei mit „0“ Punkten bewertet und müssen vor dem Einsatz durch den tatsächlichen Wert ersetzt werden.
Abhängig davon, ob in dem Feld die Quote eingetragen worden ist oder nicht, werden unterschiedliche Texte unterhalb des ersten Absatzes auf die Patientenquittung gesetzt.
19.3 Ausstellen einer „Tages-Quittung“
Rufen Sie bitte die Karteikarte des Patienten auf und geben Sie das Zeilentypkürzel „ PQ “ für „ Patienten-Quittung “ ein.
Nachdem Sie den Zeitraum durch die Eingabe der Daten in den Feldern „von“ und „bis“ bestimmt
haben, klicken Sie zum Erstellen der Patientenquittung bitte auf
( <F5> ).
Der Ausdruck der Quittung erfolgt derzeit über
( <Alt> + E ).
In der Karteikarte wird der entsprechende Hinweis auf den Ausdruck der Patientenquittung gesetzt.
19.4 Quartalsbezogene Patientenquittung / Kennzeichnung von Patienten
Sollten Sie mit den Patienten im Vorfeld den Versand einer Quartalsquittung vereinbaren, sind diese Patienten im System entsprechend zu kennzeichnen.
Die Kennzeichnung erfolgt im Stammdatenblatt des Patienten unter „Patienteninfo“.
Das „Anhaken“ der Option „Quartals-Quittung“
ermöglicht die
spätere automatisierte Selektion der Patienten, die eine Quartals-Quittung wünschen.
19.4.1 Aufsetzen der Liste der Patienten für die quartalsbezogene Patientenquittung
Über die Maske „Büro“ und den Menüpunkt „Rückrufliste/Mahnliste“ ist die Maske „Patienten- Quittung“ aufzurufen.
Nach Auswahl des gewünschten Quartals oder sonstigen Zeitraumes werden durch Anklicken von
( <F5> ) die Patientenquittungen der im Vorfeld hierfür markierten Patienten erstellt.
Der Sammeldruck erfolgt über
( <F11> ).
In den Karteikarten der betreffenden Patienten wird systemseitig der entsprechende Zeilentypeintrag gesetzt:

